Dienstag, 12. August 2014

Tag 179: Sovata - Bradu, 102 km

Vor dieser Etappe hatte ich großen Respekt, weil es über zwei hohe Pässe ging. Ich saß deshalb um 7.25 Uhr auf dem Fahrrad und nach 5 Kilometern begann auch schon die erste Steigung. Es ging in das Rosengraben-Gebirge bis auf 1283 Meter hinauf. Das ist neuer Höhenrekord auf der Radtour! Da sich der Anstieg über 20 Kilometer verteilte, war es nicht einmal sehr steil, nur sehr lang.


Oben wurde ich mit einem Cache und einer 12 Kilometer langen Abfahrt belohnt. Die endete auf einer Hochebene auf etwa 750 Metern Höhe, auf der ich fast 30 Kilometer Flachstrecke hatte.




Dann ging meine Route rechts ab auf eine schmale Straße zum zweiten Pass, der immerhin noch eine Höhe von 1053 Metern hatte. Auch hier war der Anstieg mit 5 Kilometern recht lang und ich freute mich über die überraschend gut asphaltierte Straße. Das änderte sich auf der Passhöhe allerdings schlagartig: Ab jetzt war die Straße ungeteert und voller Schlaglöcher. Es war also nix mit einem sanften Herunterrollen zum Zielort! Durch die Schüttelei ist mir drei Mal das Zelt vom Gepäckträger gefallen. Dabei hatte ich einmal echt Glück, dass ein Autofahrer mir das Zelt hinterherbrachte - ich hatte den Verlust gar nicht bemerkt. Man muss sich das so vorstellen, dass man nicht darüber nachdenkt, einzelnen Schlaglöchern auszuweichen, sondern permanent den günstigsten Weg durch das Schlaglochlabyrinth sucht.


Es dauerte lange 21 Kilometer, bis ich wieder Asphalt unter den Reifen hatte. Landschaftlich war es sehr schön, aber es war ein Härtetest für Mensch und Material. Und viel habe ich von der Landschaft ja nicht gehabt, weil ich mich permanent konzentrieren musste. Nach diesen Erfahrungen habe ich für morgen eine kleine Straße aus dem Programm gestrichen und fahre lieber 11 Kilometer Umweg auf der Hauptstraße.


Sonstige Anmerkungen:
Die Schriftzeichen von gestern sind mir heute fast bei jedem Ortsschild begegnet. Gut, dass ich gestern schon herausgefunden habe, wie man sie liest!

Kommentare:

  1. Hallo Jan, ganz böse gefragt: Wie packst du dein Fahrrad, wenn du dreimal das Zelt verlieren kannst?! :) Und es noch nicht einmal mitbekommst??? Weiter viel Spaß und natürlich bessere Straßenverhältnisse. Abfahrten sollten auch Abfahrten sein, keine Material-Teststrecken.
    Gruß, Jörg

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  2. Hallo Jörg,

    ich habe die Packgummis jetzt etwas fester gespannt und heute hat sich nix bewegt. Aber es gab auch keine schlimme Rüttelstrecke ...

    Gruß Jan

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