Mittwoch, 4. Juni 2014

Tag 110: Knin - Naklice, 113 km

Zum Frühstück bekam ich heute frisch gemolkene Ziegenmilch serviert - lecker! Dazu gab es Brot, eine Marmelade aus Pflaumen, Äpfeln und Nüssen und etwas, das man hier als "Hamburger" bezeichnet. Das ist kein Beefsteak oder eine Frikadelle, sondern gewürzter und geräucherter Speck.

Heute sollte es bis nach Omiš, einer Stadt etwas südlich von Split, gehen. Dort gibt es einen Campingplatz am Meer. Auf dem Weg kam ich an einer großen Moschee vorbei, die prominent auf einem Hügel mitten auf einer Hochebene stand.


Nach ziemlich vielen weiteren Hügeln war dann endlich wieder die Adria zu sehen und ich rollte nach Split hinab. Eigentlich führte die Strecke an Split vorbei, aber ich habe 7 Kilometer Umweg gemacht, um mich noch einmal vor dem Diokletianpalast fotografieren zu lassen.


Hinter Split kam dann ein letzter Anstieg auf 320 Höhenmeter. Als ich dort oben war, habe ich mir erst einmal ein Bier gegönnt. Ich setzte mich an einen Tisch zu einem Mann, dem ich mich mit meiner Visitenkarte vorstellte. Das geht erstaunlich gut, auch wenn man keine gemeinsame Sprache hat. Er hat dann gleich vom Laden nebenan etwas Kuchen geholt und dann haben wir angefangen, uns gegenseitig Biere auszugeben.


Ich wollte in der Bar auch noch herausfinden, ob es hier oben jemanden gibt, der Zimmer vermietet. Die Abfahrt nach Omiš ist nämlich sehr steil und ich hätte sie morgen früh wieder hochfahren müssen. Man schickte mich nach Naklice und dort habe ich nach einigem Hin und Her eine Ferienwohnung bekommen. Viel zu groß und elegant für mich, aber schlafen werde ich hier gut!


Beeindrucked ist auch die Duschkabine. Sie hat so eine Art Jacuzzi-Funktion mit 10 Seitenstrahlern und einem "Shower-Comfort-Control-Center". Ich habe mich nicht getraut, diese Funktion zu benutzen, sondern mich auf die normale Dusche beschränkt!


Technische Anmerkungen:
Ich musste heute früh beim Hinterrad schon wieder etwas nachpumpen. Morgen Abend ist Fahrradwartung, weil der 10.000-km-Kettenwechsel ansteht. Dann werde ich auch die Speichenspannung noch einmal kontrollieren und den Schlauch austauschen.

Der Samsung-Support hat sich gemeldet: Für mein Smartphone-Modell gäbe es gar kein Region-Lock. Sie haben mir eine Fernwartung angeboten, für die ich erst eine App herunterladen und installieren muss. Da das Telefonieren derzeit funktioniert, werde ich darauf erst einmal verzichten.

Kommentare:

  1. Jörg Paukstadt5. Juni 2014 um 16:04

    Hallo Jan,
    10.000 gefahrene Kilometer sind auch wieder mal einen Eintrag von mir wert. Gratulation dazu. Außerdem ziehe ich ganz tief den Hut vor deiner Logistik. Wie das mit dem Hochzeits-zu Hause-Kurzurlaub alles geklappt hat, klasse! Weiter viel Spaß, tolle Menschen und Eindrücke und ein stabiles Hinterrad. Jörg

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  2. Hallo Jörg,
    danke für die Blumen!
    Es ist tatsächlich nicht ohne, einen solchen Heimaturlaub zu planen. Es klingt so einfach: In den Flieger und ab nach Hause. Aber: Man muss einen Flugplatz finden, die Flüge gibt es nur an bestimmten Wochentagen, das muss alles zueinander passen. Und man muss es Wochen vorher buchen, wenn man kein Vermögen bezahlen will. Es hat mich schon einige Rätselstunden gekostet und ich finde es toll, wenn jemand das wertschätzen kann!

    Liebe Grüße aus dem südlichen Kroatien
    Jan

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