Sonntag, 4. Mai 2014

Tag 79: Genua - Ameglia, 128 km

Heute früh hieß es Abschied nehmen von Jana. Nach einem gemeinsamen Frühstück in einer Bar (das erste Mal, dass ich ein Stück Omelett in einem Brötchen serviert bekam) gingen Dörte und Jana mit ihren Koffern zum Auto und ich habe mich mit dem Rad auf den Weg gemacht.


Der Tag heute war viel anstrengender, als ich vorher gedacht hatte. Vielleicht war es der bisher anstrengendste Tag überhaupt. Durch das gemeinsame Frühstück bin ich erst gegen 9:50 Uhr losgekommen und ich hatte sowohl den Stadtverkehr von Genua als auch mehrere Pässe vor mir. Am ersten 250-Meter-Pass hatte ich einen wunderbaren Blick zurück auf die Bucht von Genua. Auf dem Foto kann man es leider nicht erkennen, aber ganz links waren sogar noch schneebedeckte Alpengipfel sichtbar.


Auf den ersten 250-Meter-Pass folgte gleich der nächste. Das ließ mich stutzig werden und ich checkte das Höhenprofil des Tracks im Navi. (Ja, das etrex 20 kann sowas, wenn man die Höhendaten mitgeladen hat! Man findet es unter dem Menüpunkt "Trackmanager", das habe ich aber auch erst auf der Tour gelernt.) Das Navi sagte, dass das schlimmste noch kommt: Bei Kilometer 75 ist ein 615-Meter-Pass!


Der Anstieg war eigentlich nicht sehr steil, er erstreckte sich über 11 Kilometer. Aber irgendwie hat mich das bei Sonnenschein und Hitze mehr fertig gemacht, als es das eigentlich sollte. Ich war mir verdammt unsicher, ob ich die Dörte vorausgesagte Ankunftszeit von 19:30 Uhr würde halten können und hatte sogar Angst, erst im Dunkeln anzukommen. Oben auf der Passhöhe wurde ich aber mit einem tollen Blick belohnt!


Die restlichen 52 Kilometer konnte ich dann relativ schnell abreißen: Zunächst ging es 11 Kilometer bergab, dann ein kurzer Anstieg von 100 Höhenmetern und ich war im richtigen Tal. Ab jetzt folgte ich dem Fluss Vara für ca. 35 Kilometer, die es meist leicht bergab ging. Mit einem Schnitt von 24 km/h habe ich es geschafft, um 19:28 Uhr an der Rezeption des Zeltplatzes anzukommen.

Anmerkungen von Dörte
Heute mal eine technische Anmerkung von mir: Wenn man Jans Netbook anfasst, obwohl die blaue Leuchte noch an ist, dann bekommt man einen Anraunzer. "Damit beschleunigst Du die Festplatte..." Naja, das lass ich mal weiter unkommentiert. Weitere technische Anmerkung: Ich habe mir heute eine Strassenkarte gekauft! Die funktioniert immer.

Ansonsten habe ich über zwei Stunden gebraucht um das Auto wieder so einzurichten, wie ich es für sinnvoll halte. Da bin ich offensichtlich in diversen Dingen anderer Meinung als meine "Vorfahrer". Und ich habe eine Itzenpalvälupääsula (ist finnisch, möglicherweise nicht richtig geschrieben, also eine Herausforderung) gefunden, die am Sonntag offen hatte.

Kommentare:

  1. Hallo Herr Rüten-Budde,

    erstmal wollte ich sagen das es schön ist, dass Ihre Frau wieder da ist(die Kommentare ihrer Tochter waren natürlich auch super!!!) aber es ist schön zu sehen, das Sie nach 29 Jahren verheiratet sein noch so glücklich zusammen aussehen :-)

    Dann wollte ich Fragen, ich habe ebenfalls das eTrex 20, welches Kartenmaterial nutzen sie und welches Programm um die Routen auf das Navi zu überspielen? Vielen Lieben Dank und alles Liebe

    Florian Martin

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  2. Florian Martin11. Mai 2014 um 14:05

    Noch eine kurze Frage, wie kann ich die Daten eines Cach auf das eTrex 20 laden ;-)

    Bitte antworten Sie nur, wenn sie auch die Zeit haben :-) ich möchte Sie nicht aufhalten!!!

    Viele Grüße

    Florian Martin

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  3. Hallo Herr martin,

    ich nutze das OSM-Kartenmateral, wie es von dem OSM-User thkukuk aufbereitet ist, siehe http://osm.thkukuk.de/ . Das kommt mit Installation für Mapsource und Anleitung zum Installieren auf dem Garmin (im Prinzip: Entpacken, Installationsprogramm für Mapsource,Kopieren auf das Garmin). Ich benutze die Karte Europe-streets. Das Bicycle-Layer kann zusätzlich nützlich sein, sollte beim Routing aber abgechaltet werden.
    Achtung, die Karte ist entpackt über 2 GB groß, das erfordert einen Mindest-Firmwarestand beim etrex 20. Ich nutze den Stand 2.73.

    Ebenso gibt es eine 4 GB-Grenze, ab der eine Formatierung der SD-Karte mit FAT32 nicht mehr ausreicht, das habe ich nicht getestet.

    Als Planungssoftware nutze ich Mapsource und speichere die Dateien im GPX-Format. Ich füge mit GPS-Trackanalyse.net dann noch SRTM-Höhendaten hinzu, bevor ich die Tracks aufs Gerät lade. Das ist nicht mehr als ein Kopieren von GPX-Dateien in das Verzeichnis Garmin/gpx. So bekommt man übrigens auch Caches auf das Gerät!

    Gruß aus Pompei
    Jan Rüten-Budde

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